Als BWLer ins BTO
Oft werde ich von ehemaligen Studienkollegen gefragt, warum ich mich nach meinem Studium der internationalen Betriebswirtschaft für das Business Technology Office entschieden habe. Ich sei doch kein "Techie".
Simone Schöberl
Engagement ManagerBetriebswirtschaftslehre an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Turku School of Economics, Finnland
Man muss nicht programmieren können und auch nicht unbedingt schon selbst einmal einen PC zusammengeschraubt haben, um das BTO spannend zu finden. Denn wir arbeiten an der Schnittstelle zwischen Technologie und Geschäftstrategie. Daher ist Expertise aus beiden Gebieten gefragt.
Schon während meines Studiums interessierte mich der Einfluss von Technologie auf die Prozesse und den Erfolg von Unternehmen. In meiner Diplomarbeit im Schwerpunktfach Wirtschaftsinformatik befasste ich mich mit Geschäftsprozessportalen.
Und mein Interesse hält an. Auf einem meiner Projekte unterstützten wir ein Versicherungsunternehmen bei der Optimierung des Produktentwicklungsprozesses. Schnell zeigte sich, dass die IT-Systeme einer der kritischen Faktoren für eine zügige und kosteneffiziente Produkteinführung waren. Gerade hier war es wichtig, sowohl die Geschäftsanforderungen als auch die technischen Möglichkeiten zu verstehen, um ein tragfähiges Konzept zu erarbeiten.
Und ein weiterer Punkt ist für mich wichtig: Das BTO ist international aufgestellt. Der Austausch über Ländergrenzen überrascht mich immer noch. Letztens bat mich ein Kollege aus Spanien, bei einem unserer Klienten in Barcelona einen Vortrag über innovative IT-Betreibermodelle zu halten. Dort konnte ich gleich meine Expertise einbringen, die ich erst kürzlich im Rahmen einer Wissensinitiative aufgebaut hatte.
Einen "Techie" hat das BTO bis heute nicht aus mir gemacht. Der Einstieg beim BTO – für mich war es die richtige Entscheidung.