Die McKinsey-Schachbrettstrategie

Viele Universitätsabsolventen, die bei McKinsey einsteigen, wissen bereits, welche Industrie sie beraten wollen. Bei mir ist das anders – ich möchte erst einmal viele unterschiedliche Facetten der Wirtschaft kennen lernen, bevor ich mich spezialisiere. Deswegen wählte ich meine Projekte bisher auch nach einer "Schachbrettstrategie" aus: Ich habe versucht, möglichst häufig an unterschiedlichen Themen in verschiedenen Industrien zu arbeiten. Mir ist es wichtig, immer wieder etwas Neues zu sehen und zu lernen. Dadurch weiß ich heute, wie man einen Verleiher von Rockkonzert-Equipment beim Pricing berät oder was es bei der Fusion zweier Parfümhersteller zu beachten gibt.

Philipp Kampshoff

Fellow Senior Associate

BWL an der European Business School in Oestrich-Winkel

Weil ich gern international arbeite, nutzte ich außerdem die Chance, an Projekten im Ausland teilzunehmen – von der Schweiz bis nach China. Dort arbeitete ich bereits mit Kollegen aus Genf, Seoul, Schanghai, Singapur, München und Peking zusammen. Es ist spannend, die unterschiedlichen Arbeitsweisen in den einzelnen Ländern zu beobachten. Bei chinesischen Klienten beispielsweise darf man nicht gleich beim ersten Meeting nach Zahlen und Verträgen fragen – sie wollen das Beraterteam zunächst einmal in Ruhe kennen lernen. Erst beim zweiten oder dritten Treffen geht es dann konkret ums Projekt.

Im Moment promoviere ich an der RWTH Aachen. Weil mir die Internationalität und die Vielfalt der Aufgaben ein wenig fehlen, werde ich einen Teil meiner Dissertation in Sydney schreiben. McKinsey hat ja dort auch ein Office und so habe ich auch bereits Kolleginnen und Kollegen, die ich treffen und einen Ort, wo ich arbeiten kann. Und danach freue ich mich schon darauf, wieder bei McKinsey an spannenden, vielfältigen Themen zu arbeiten.

 

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