„… und wo bleibt die Familie?“

Karriere und Familie – beides unter einen Hut zu bekommen erfordert erhebliche Anstrengungen. In meiner bisherigen Zeit bei McKinsey habe ich es ganz gut geschafft, zumindest in den Augen meiner Familie. Meine Kinder sind mit McKinsey aufgewachsen.

Nelson Killius

Partner

Mathematik und Philosophie an der Universität Göttingen

Im Juni 1996 begann ich ein viermonatiges Praktikum bei McKinsey. Die Arbeit bei einem Versandhandelsunternehmen bot große Gestaltungsmöglichkeiten und gefiel mir sehr gut; ich wollte verlängern. Zunächst kam aber unser Sohn Florian auf die Welt, erst im Mai 1997 fing ich fest bei McKinsey an.

In den folgenden zwei Jahren, unterbrochen durch eine achtwöchige Auszeit nach der Geburt unserer Tochter Lucy, arbeitete ich als Berater vorwiegend im Bereich der Medien: Bücher, Musik, Zeitungen, Radio, Internet, Live Entertainment.

Ab Juni 1999 übernahm dann ich die Verantwortung für unsere beiden Kinder, meine Partnerin arbeitete Vollzeit. 18 Monate lang konzentrierte ich mich ganz auf meine Familie und engagierte mich in mehreren Elterninitiativen. Erst als Florian und Lucy ein wenig größer waren, stieg ich wieder bei McKinsey ein – auf Teilzeitbasis. Für mich ist diese Lösung ein großer Luxus: Ich konnte an Themen arbeiten, die mir am Herzen liegen, z.B. in der Bildungs- und Hochschulpolitik. Ich machte das, was ich immer schon wollte: Beratung im Public Sector.

Und dennoch blieb der Kopf frei für meine Familie. Ich konnte Familie und Beruf ganz gut miteinander in Einklang bringen. Inzwischen kümmert sich meine Partnerin verstärkt um unsere Kinder, so dass ich seit Jahresbeginn 2003 wieder Vollzeit arbeite. Dennoch: Die Familie soll auch jetzt nicht zu kurz kommen. Ich arbeite weiter hart daran, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen.

 

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