Verantwortung von Anfang an
Informationstechnologie im Gesundheitswesen – das Thema zieht sich wie ein roter Faden durch meinen Lebenslauf: In meiner Bachelor-Arbeit ging es um die Einführung der Gesundheitskarte in Deutschland, in einer wissenschaftlichen Untersuchung während des Master-Studiums habe ich das IT-Management in deutschen Krankenhäusern analysiert. Aber erwacht ist mein Interesse an diesem Thema schon vorher – während des Zivildienstes, als ich in einem Krankenhaus gearbeitet habe, wo ich sozusagen der Chef von 120 Computern und zehn Servern war. Direkt anschließend habe ich dann – parallel zum Beginn meines Studiums – zusammen mit meinem Vater eine eigene IT-Beratungsgesellschaft gegründet. Unser Schwerpunkt war, wie hätte es anders sein können, die Beratung von Krankenhäusern und Ärzten. Die Firma gibt es immer noch. Inzwischen führt mein Vater sie ohne mich, aber mit mehreren Mitarbeitern weiter.
Sebastian Klapdor
Fellow Senior AssociateFinance & Information Management an der TU München
Diese Erfahrung im Healthcare-Bereich und in der Projektarbeit – Inhalte voranzutreiben und Menschen davon zu überzeugen, einen neuen Weg zu gehen – war wohl auch mit ausschlaggebend für das Interesse, das McKinsey an mir hatte, als ich mich nach dem Bachelor-Abschluss vor drei Jahren für ein Praktikum beworben habe. Aufmerksam aufeinander geworden waren McKinsey und ich schon während meiner Schulzeit, bei einem Vortrag eines heutigen McKinsey-Kollegen während eines Berufsinformationstags in der Oberstufe. Später, als Student, durfte ich dann an einem Workshop von McKinsey teilnehmen und bin in ein Mentorenprogramm aufgenommen worden, so dass der Kontakt zwischen der Firma und mir nicht mehr abgerissen ist. Als ich dann während des Studiums in die Praxis hineinschauen wollte, war es natürlich naheliegend, mich für ein Praktikum bei McKinsey zu bewerben; ich habe dann das ganz normale Auswahlverfahren durchlaufen.
Während des Praktikums – ausnahmsweise nicht im Gesundheitswesen, sondern in der Logistik – habe ich schon sehr selbständig bei einer Klientenstudie mitarbeiten können; u.a. habe ich Schulungen für Führungskräfte gehalten. Schon zu Beginn so viel Verantwortung übertragen zu bekommen, das hat mir sehr gut gefallen. Ebenso wie das Vertrauen, das mir McKinsey damit entgegengebracht hat, und das Gefühl, hier etwas bewegen zu können. Nach dem Praktikum bin ich dann in das "McKinsey College" aufgenommen worden – ein Programm, mit dem Praktikanten, die positiv aufgefallen sind, weiter gefördert werden und ein Angebot für einen späteren Einstieg bekommen sollen. "Collegianer" nehmen an besonders interessanten Workshops teil, machen Fallstudien usw. – und lernen dabei natürlich viele potenzielle künftige Kollegen kennen.
Diese vielen Möglichkeiten, in das Beratersein nicht nur hineinzuschnuppern, sondern ganz direkt an Kliententhemen mitzuarbeiten, haben mich schließlich überzeugt. Obwohl ich zwei andere Praktika im selben Jahr absolviert habe – eins bei einer anderen Beratungsgesellschaft und eins bei einem internationalen IT-Unternehmen –, habe ich mich nach dem Master schließlich für den Einstieg bei McKinsey entschieden. Und würde das aus heutiger Sicht genauso wieder tun.