Nicht nur konstruieren, sondern auch führen

Kennen Sie das auch: Beim Rückblick auf einen Lebensabschnitt kommt mir sofort ein ganz bestimmtes Bild in den Sinn. So habe ich, wenn ich an mein Studium denke, immer den berühmt-berüchtigten Zeichensaal der TU Berlin vor Augen. Dort habe ich mir so manche Nacht am Zeichenbrett um die Ohren geschlagen: Meine Leidenschaft waren Getriebe, die ich auf dem Papier bis ins letzte Detail perfektioniert habe.

Christian Malorny

Director

Maschinenbau an der TU Berlin (Promotion)

Doch irgendwann während des Hauptstudiums wuchs in mir der Wunsch, mehr zu tun, als nur zu zeichnen und zu entwerfen. Ich wollte Entwicklungsprozesse auch steuern und führen. Als Assistent beschäftigte ich mich dann fünf Jahre lang mit Qualitätswissenschaften und qualitätsorientierter Unternehmensführung. Und endlich war es so weit: Nach Promotion und mehreren Publikationen wollte ich nicht nur mein Wissen anwenden, sondern auch tatsächlich etwas bewegen. Nur wo?

"Sie können doch scharf denken und gut kommunizieren. Gehen Sie zu einer Unternehmensberatung", riet mein Doktorvater, der selbst 20 Jahre in der Industrie gearbeitet hatte. Er wusste, dass meine Ambitionen durchaus über technische Belange hinausgingen und machte mich auf McKinsey aufmerksam .... Gut sechs Jahre später war ich Partner bei der weltweit führenden Topmanagement-Beratung.

Inzwischen habe ich unsere Klienten bei der Entwicklung zahlreicher Autos, Schienenfahrzeuge und Flugzeuge unterstützt. Ich half, Entwicklungsbereiche mit mehreren Tausend Ingenieuren umzubauen, tüftelte Wachstumsstrategien für Maschinenbauer aus und sorgte mit neuen Prozessen für bessere Produkte – bei niedrigeren Kosten und das weltweit: in Europa, Amerika und China. Und auch mit Getrieben beschäftige ich mich immer noch: in meiner Freizeit beim Restaurieren alter Autos.

 

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