Neuer Karriereschritt für einen Marketingprofi
Ein Konsumgüterunternehmen mit einer enorm schlagkräftigen Marketingtruppe, unbestrittener Marktführer in allen Produktbereichen und das trotz einer überschaubaren Unternehmensgröße – das war mein erster Arbeitgeber nach meinem Studium und die Station vor McKinsey. Ich war dort, zunächst als Marketingassistent, dann als Produktmanager mit eigenem Team, für die Vermarktung eines Produkts verantwortlich, das bei meinem Einstieg zunächst nur als Idee existierte und das wir schließlich auf zahlreichen ausländischen Märkten einführten. Es gab nichts, was ich über diesen Markenartikel nicht wusste, woran ich nicht mitgearbeitet hätte. Diese umfassende Marketing- und Vertriebsperspektive, die ich dort gelernt und das Vertrauen in mich selbst, das ich so gewonnen habe – das alles kommt mir jetzt bei McKinsey zugute.
Julian Pfitzner
Senior AssociateBetriebswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth
Wenn man wie ich aus einem sehr anspruchsvollen Arbeitsumfeld kommt, ist die Überraschung natürlich groß, wenn man feststellt, dass anderswo noch weit größere Herausforderungen warten. Während der Arbeitstag in der Industrie u.a. angefüllt ist mit vielen administrativen Dingen, ist die Tätigkeit bei McKinsey gleichbedeutend mit der Abwesenheit von Tagesgeschäft im Sinne von Routine: Jeder Tag hier ist intensiv und immer ganz anders als der Tag zuvor, einen sich wiederholenden Alltag gibt es nicht. Auch die Dichte und Komplexität der Fragestellungen, die Zügigkeit, mit der Themen bearbeitet werden, sind einzigartig. Ganz neu erlebt habe ich außerdem, wie Probleme hier inhaltlich vollständig durchdrungen, ganz genau analysiert und dann sehr strukturiert bearbeitet werden. Alle Kollegen bringen ein enormes Engagement mit für die gemeinsame Sache, den Klienten – und ein vergleichbar großes Wissen sowie das Potenzial, in dieser energiegeladenen Atmosphäre motiviert zu arbeiten.
Den 360-Grad-Blick auf das Marketing, den ich in der Industrie erworben habe, kann ich hier jeden Tag anwenden. Ich kenne das Geschäft und die Herausforderungen der Marketingleiter in den Unternehmen, und ich spreche die gleiche Sprache wie sie. Ein weiterer Vorteil, den ich insbesondere gegenüber jüngeren Kollegen habe, ist, dass ich mich sicher im betrieblichen Umfeld bei Klienten bewegen kann und die Strukturen und Abhängigkeiten in Firmen kenne. Ausleben kann ich hier meine Begeisterung für die Kommunikation mit anderen Menschen. Denn eine der wichtigsten Aufgaben intern und in der Klientenarbeit ist ja, mit Menschen zu reden und dann eine gemeinsame Lösung zu entwickeln oder einen Konsens zu erzielen.
Zu McKinsey gekommen bin ich übrigens nicht, weil der Leidensdruck in der Industrie hoch gewesen wäre. Eher im Gegenteil: Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dort auch heute noch glücklich zu sein. Aber ich wollte ganz bewusst etwas Neues wagen, meinen Horizont erweitern, gezielt den Sprung zu McKinsey machen. So wie jetzt möchte ich gern eine ganze Weile weiterarbeiten, in zwei, drei Jahren am liebsten als Projektleiter und mit Verantwortung für ein ganzes Team.