Vater und Berater

„Hallo, hier ist der Papa!“ – das ist abends immer das Erste, was meine Kinder von mir hören, sobald ich die Haustür aufgeschlossen habe. Und dann geht es schon los: trappelnde Kinderfüße auf dem Boden, laute Rufe, feste Umarmungen … Es folgt das Abendprogramm: gemeinsam essen, umziehen, Zähneputzen, Geschichte erzählen, Gutenachtkuss – und dann schläft das erste Kind auch schon bald ein. Kind Nummer zwei braucht noch seinen Mittagsschlaf und hält deshalb abends etwas länger durch, aber bald liegt auch er in seinem Bettchen. Unseren Neugeborenen gewöhnen wir zurzeit noch an unseren Familienrhythmus.

Frank Sänger

Partner

Betriebswirtschaftslehre an der Universität Köln (Promotion)

Als unser erster Sohn geboren war, haben meine Frau und ich direkt ein paar feste Regeln für meine Zeit mit der Familie eingeführt: Donnerstags und freitags z.B. bin ich immer um 19 Uhr zu Hause. Falls einmal Abweichungen notwendig werden, tausche ich die Tage, aber zweimal in der Woche bin ich abends immer um diese Zeit bei der Familie. So kann ich die Kinder an zwei Wochentagen ins Bett bringen und samstags/sonntags auch. Das ist mir wichtig. Wenn ich die Kinder nicht so oft sehen könnte, würde mir etwas fehlen. Wenn meine Söhne im Bett sind, gehe ich meist noch einmal an den Schreibtisch. Aber das sind Zeiten, zu denen sie mich nicht vermissen, und so bin ich für sie doch präsent. Toll sind auch die Samstage, wenn ich mir die beiden großen Jungs schnappe und wir auf unsere Einkaufstour gehen: erst zum Metzger, dann in den Gemüseladen, dann zum Supermarkt. Am Wochenende bin ich zudem grundsätzlich für das Kochen verantwortlich – meine Leidenschaft – und entlaste damit meine Frau, die vor allem mit unserem jüngsten Familienmitglied alle Hände voll zu tun hat.

Als ich 1998 als Fellow bei McKinsey anfing, habe ich natürlich erst einmal an Projekten in ganz Deutschland und Europa mitgearbeitet. 2002 dann, nach der Promotion, konnte ich mich als angehender Projektleiter überwiegend auf meine Wunschklienten im Köln-Bonner Raum konzentrieren. Zwei meiner heutigen Hauptklienten sind im Raum Köln/Bonn/Düsseldorf angesiedelt; ein weiterer hat keine Dependance im Rheinland, aber das ist in meiner jetzigen Rolle als Partner nicht ganz so dramatisch, weil ich nicht jeden Tag bei meinem Team und dem Klienten sein muss.

Wichtig ist, seine Prioritäten von vornherein klar zu äußern, dann ist es auch kein Problem, das Vatersein mit dem Beratersein zu vereinbaren. Ich habe noch nie einen Klienten erlebt, der kein Verständnis dafür gehabt hätte, dass ich um 18 Uhr den Schreibtisch verlassen will, um abends rechtzeitig zu Hause zu sein. Wahrscheinlich sind ziemlich viele von ihnen selbst begeisterte Väter.

 

Unsere Beraterinnen und Berater

 
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