Alles, nur nicht eindimensional
Ich möchte lieber vielseitig sein und mich mit vielen Menschen austauschen, als im stillen Kämmerlein zum Spezialisten heranzureifen. So konzentrierte ich mich schon als Studentin der Internationalen Betriebswirtschaft vor allem auf Fremdsprachen und Auslandsaufenthalte. Dann hängte ich noch ein Studium der Technischen Mathematik dran. In einer Auszeit während des ersten Studiums war ich Redakteurin einer Talkshow. Auch meine Hobbies kamen während der Zeit an der Uni nicht zu kurz: Klarinette spielen und Dressur reiten. Die Frage war nun, ob ich so vielfältige Interessen auch im Beruf weiter verfolgen kann.
Claudia Steinwender
Fellow Senior AssociateWirtschaftswissenschaften und Mathematik an der TU Wien
Schon ein Praktikum bei McKinsey ließ mich glauben, dass das hier möglich sein würde. Nach nunmehr zwei Jahren als Beraterin bin ich mir sicher. Denn die Vielfalt an Orten und Aufgaben lässt sich kaum überbieten: Ich habe nächtens im Hangar die Reparaturarbeiten einer großen europäischen Airline optimiert, bei einem Klienten in Katar arabische Mentalitäten und Bräuche kennen gelernt und ein Sponsoringkonzept für ein Opernhaus entwickelt. Solche vergleichsweise ausgefallenen Projekte sind mindestens ebenso häufig – und ebenso wichtig – wie vermeintlich normale Aufgaben, etwa die Entwicklung von Wachstumsstrategien für Telekommunikationsunternehmen.
Der Austausch mit anderen kommt hierbei nicht zu kurz – er steht sogar im Mittelpunkt! Schließlich arbeiten wir als Berater immer im Team und fast alle unsere Lösungen entstehen aus der Diskussion. Noch wichtiger aber ist mir die Kommunikation mit den Mitarbeitern der Klienten: Ich höre gern zu und gehe auf ihre Probleme ein, um dann gemeinsam mit ihnen Konzepte zu erarbeiten. Wenn diese Mitarbeiter dann sagen: "Ich bin froh, dass Sie hier sind; endlich verändert sich wirklich etwas!" – dann hat sich die harte Arbeit wirklich gelohnt.