Wechselwirkungen
Rückblick
Richard Weber, Teilnehmer des Wechselwirkungen-Workshops 2011, berichtet.
Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe
Mit "Wechselwirkungen" könnte ich vor allem meine aktuelle Lebenssituation gut beschreiben – vor allem mit "Wechsel". Denn am Ende der Promotionszeit angelangt, kommt ständig dieselbe Frage: "Und? Was machst du danach?" Tatsächlich würde ich nach drei Jahren am Entrepreneurship Center der LMU München auch weiterhin gerne die Wechselwirkungen zwischen Technologie und Wirtschaft erleben. Deshalb sprach mich der Titel des Workshops des Business Technology Office (BTO) von McKinsey gleich an. Laut Website sollte dort genau dieses Spannungsfeld vorherrschen.
Nach der Zusage musste die Skiausrüstung besorgt werden
Unter "Green IT" – darüber sollte die Fallstudie gehen – konnte ich mir zwar noch nicht unbedingt etwas vorstellen. Und Ski gefahren – damit sollten wir unsere Freizeit verbringen – war ich schon 15 Jahre nicht mehr. Trotzdem bewarb ich mich für den Workshop in Kitzbühel. Und nach der Zusage konnte ich auch die benötigte Skiausrüstung bei Kollegen und Freunden auftreiben.
Vorstellung der Lieblingsprojekte
Nach der Ankunft in der AlpineUniversity, dem Grand Hotel in Kitzbühel, begann das dreitägige Programm mit einer Vorstellung der Teilnehmer und des BTO. Aus dem Frontalvortrag wurde schnell ein offenes Gespräch, in dem wir auch unsere Fragen loswerden konnten: von der Möglichkeit, im Rahmen des "Fellow-Programms" zu promovieren, bis hin zu einer beispielhaften Arbeitswoche im BTO. Eine gute Idee war die Vorstellung des jeweiligen "Lieblingsprojekts" der anwesenden McKinsey-Berater. So bekamen wir schnell einen Überblick, womit sich das BTO beschäftigt.
Mit Software die CO2-Emission reduzieren
Wie der Alltag eines Beraters bei einem Projekt aussieht, sollten wir in einer Fallstudie selbst erleben. Als McKinsey-Berater sollten wir einem IT-Dienstleister Maßnahmen vorschlagen, wie er durch Softwarelösungen den CO2-Ausstoß seiner Rechenzentren reduzieren kann. Gleichzeitig wollte unser Kunde zum führenden Anbieter von emissionenreduzierenden Softwarelösungen (also Green IT) werden. Der Vorschlag für das passende Produktportfolio sollte auch von uns kommen. Wir merkten schnell, dass sich unser fünfköpfiges Team sehr gut ergänzte. Die IT-Cracks kümmerten sich um die technischen Lösungen, ich beschäftigte mich mit der Entwicklung der neuen Produkte und der Markteintrittstrategie.
Die größte Herausforderung: alle überzeugen
Trotz des permanenten Zeitdrucks konnten wir schließlich doch vor das "Steering Committee" (ja, es wird schon viel "Denglisch" gesprochen) treten. Dieses bestand aus dem CIO, dem Finanzvorstand und dem Vorstandsvorsitzenden. In diesem Rollenspiel erlebten wir die wohl größte Herausforderung für Unternehmensberater: den Klienten zu überzeugen und dabei alle ins Boot zu holen. Während der CIO bei den technologiebezogenen Vorschlägen große Augen bekam, fürchteten die anderen beiden, dabei zu viel Geld zu verlieren. Präsentierten wir allerdings die Abschätzungen zu Einsparpotenzialen, war der Finanzvorstand begeistert, weil er dem CIO das Budget kürzen konnte – was dem wiederum gar nicht gefiel.
Das Ziel: eine umsetzbare Strategie
Die Workshoporganisatoren haben also ein sehr gutes "Spielfeld" geschaffen, auf dem wir den Alltag der McKinsey-Berater selbst erleben konnten. Auf der einen Seite das ständige Arbeiten unter Zeitdruck und das Sichten großer Datenmengen, das irgendwann zu einer umsetzbaren Strategie führen soll. Auf der anderen Seite die Arbeit in einem motivierten Team, das sich den Herausforderungen stellt, sich sehr stark mit dem Projekt identifiziert und die zeitliche Belastung gerne auf sich nimmt. Am Ende hatten wir das Gefühl, den hohen Ansprüchen gerecht geworden zu sein und wirklich etwas geschafft zu haben.
Tischfußball und Skifahren
Natürlich bot das Programm auch viele Möglichkeiten, die anwesenden McKinsey-Berater und die anderen Teilnehmer näher kennenzulernen: egal ob bei der Ortsführung mit dem Kitzbüheler Original "Peppi", beim Tischfußball (da könnten sie bei McKinsey noch zulegen) oder beim Playstation-Spiel "Singstar" (was mit voranschreitendem Abend allerdings nicht mehr viel mit Singen zu tun hatte). Schließlich stand dann auch noch das Skifahren an. Wir in der Anfängergruppe wurden dazu an einen "gemütlichen Sonnenhang" gebeten, an dem uns dreijährige Kinder regelmäßig alt aussehen ließen. Dafür hatten wir aber Ausrüstung mitgebracht, die jedem Extremsportler zur Ehre gereicht hätte.
Von Kegelpräsidenten und Ork-Jägern
Besonders spannend fand ich auch, etwas über die Hintergründe der anderen Teilnehmer zu erfahren. Da waren zum Beispiel der Präsident eines Kegelclubs und ein "Live Action Role Player", der am Wochenende in Wäldern auch mal gerne Orks jagte und deswegen von einer älteren Frau okkulter Handlungen verdächtigt wurde. Da bei der Auswahl der Teilnehmer dieselben Maßstäbe angelegt wurden wie bei den Einladungen zu Vorstellungsgesprächen, kann man davon ausgehen, dass bei McKinsey einige interessante Leute anzutreffen sind.
Erwartungen erfüllt!
Für mich war dieser Workshop wirklich eine lohnende Erfahrung. Es war interessant zu sehen, wie die Berater sich tatsächlich im Spannungsfeld zwischen Technologie und Wirtschaft bewegen, wenn sie daran arbeiten, bestehende Abläufe durch IT zu verbessern oder dadurch neue Geschäftsfelder erschließen. Alle, die aus der Naturwissenschaft, Technik oder Informatik kommen und hinter den neuen Technologien auch wirtschaftliches Potenzial sehen, sind bei diesem Workshop und beim BTO richtig.
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IT and Climate Change – Part of the Problem or Part of the Solution?Diskutieren Sie mit uns am 20. Dezember 2011 ab 17h
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Häufige Fragen
Warum sollte ich mich für "Wechselwirkungen" bewerben?
Kommen mit der Teilnahme am Seminar Kosten auf mich zu?
Wer kann bei "Wechselwirkungen" teilnehmen?
Wie viele Teilnehmer werden zu dem Seminar eingeladen?
Wie umfangreich müssen meine IT-Kenntnisse sein?

