Technische Universität München und McKinsey
planen Lernfabrik für Energieproduktivität
Außergewöhnliche Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft – Angebot für angehende Ingenieure
Startschuss für eine außergewöhnliche Kooperation: Die Technische Universität München und die Unternehmensberatung McKinsey & Company richten gemeinsam eine "Lernfabrik für Energieproduktivität" ein. Im Herbst soll der Betrieb der Einrichtung starten. Projektpartner von McKinsey ist das Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften (iwb) der Universität. "Ziel der Lernfabrik ist die Ausbildung der Studierenden des iwb, aber auch das Training von Ingenieuren und Managern", sagte McKinsey-Partner Detlef Kayser am Donnerstag bei der Vorstellung des Projekts in München.
Vor allem im Bereich der industriellen Fertigung besteht bei den Energiekosten ein gewaltiges Einsparpotenzial von bis zu 35%. Dies ergab eine aktuelle McKinsey-Studie zur Steigerung der Energieproduktivität. "Viele Unternehmen schöpfen dieses Potenzial bislang nicht annähernd aus", sagte Kayser. Gründe dafür seien oft mangelnde Kenntnisse hinsichtlich Energieverbrauch und Einsparmöglichkeiten. Genau diese Lücke solle die Lernfabrik schließen und Wissen über adäquate Methoden und Technologien vermitteln.
Die Lernfabrik bietet auf fast 200 Quadratmetern ein reales Lernumfeld für die Studierenden. Das Thema Energieproduktivität in der Produktion wird anschaulich und erlebbar gemacht. Die Studierenden können ihre bisher erworbenen technischen Kenntnisse in den gesamten Fertigungsprozess einbringen. Sie haben die Möglichkeit, ihre Entwürfe schrittweise in die Realität umzusetzen und unmittelbar den Erfolg ihrer Konzepte zu überprüfen. Für Ingenieure und Manager ist ein spezielles Trainingsprogramm rund um das Thema Energieproduktivität geplant.
