Mit Innovation weiter an der Spitze

Automobilindustrie

Die deutschen Automobilhersteller sind ein Symbol für die Wirtschaftskraft des Standorts Deutschland. Sie schaffen und sichern Beschäftigung und treiben Innovationen voran. Als global agierende Industrie muss sich die Branche auf eine Vielzahl internationaler Trends einstellen. Dazu zählen die Wachstumsunterschiede zwischen entwickelten Ländern und Schwellenländern, die regionalen Unterschiede in den Kundenpräferenzen, der permanente Innovationsdruck und die veränderte Zusammenarbeit zwischen Herstellern und Zulieferern. Inzwischen ist es auch unumstritten, dass das Kraftstoffthema – unter den Gesichtspunkten Verbrauch und Emissionen – zu einer zentralen Herausforderung der Industrie geworden ist.

Die Ausgangsposition ist exzellent: Deutsche Automobilfirmen gehören zu den Weltmarktführern; hierzulande werden die meisten Premiumautos entwickelt und gebaut. Prognosen zufolge werden 2020 weltweit 11,6 Mio. deutsche Neufahrzeuge (Pkws und leichte Nutzfahrzeuge) nachgefragt, ein Plus von 1,8 Mio. im Vergleich zu 2007. Immerhin 0,7 Mio. dieser zusätzlichen Fahrzeuge werden in Deutschland gefertigt – trotz Produktionsverlagerungen ins Ausland auf Grund von weiterer Nachfrageverschiebung und Kostendruck.

Um die volkswirtschaftliche Bedeutung der Automobilindustrie bis 2020 und darüber hinaus zu erhalten und auszubauen, gilt es, den durch die Produktivitätssteigerung der letzten Jahre verursachten negativen Beschäftigungseffekt durch mehr Innovationen auszugleichen. Ließe sich beispielsweise beim Einsatz neuer Technologien zur Kraftstoff- und
Emissionsreduzierung der erhöhte Kundennutzen jährlich in 0,33% höhere Stückerlöse umsetzen, so könnte die Wertschöpfung um 1,3% p.a. steigen. Dies entspricht einem Plus von 23 Mrd. EUR im Jahr 2020. Damit ergäben sich auch zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten und Verteilungsspielräume.

 
 
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