Wachstum aus neuen Geschäftsfeldern

Chemieindustrie

Nach wie vor melden deutsche Chemieunternehmen Rekordzahlen bei Umsatz und Ertrag. Die Wertsteigerungen beruhen jedoch im Wesentlichen auf Auslandsgeschäft und Exporten in Wachstumsregionen wie Asien sowie auf Verbesserungen der Effizienz. Langfristiger Erfolg für den Standort Deutschland lässt sich damit nicht erzielen: Der rasche Aufbau lokaler Produktionsstandorte in China, Indien und dem Nahen Osten beeinträchtigt schon heute den Export und selbst ausgeklügelte Effizienzsteigerungsprogramme stoßen irgendwann an ihre Grenzen.

Für die Chemieindustrie in Deutschland kommt es jetzt darauf an, neue Wachstumsfelder zu besetzen. Hochinnovative Produktsegmente rund um das – auch gesellschaftlich akzeptierte – Thema Ökoeffizienz könnten die Grundlage für das Wachstum von morgen sein. Leichtbaumaterialien, Beschichtungstechnologien und intelligente Materialen für Niedrigenergiehäuser sowie Technologien zur Vermeidung oder Verwertung von CO2 sind hier nur einige der Stichwörter.

Bei enger Zusammenarbeit mit Industrien wie Automobil, Maschinenbau und Energie bietet sich für deutsche Chemieunternehmen die Chance, hier weltweit eine Führungsrolle zu übernehmen. Dann ist auch ein Wachstum von deutlich über 4% p.a. möglich – verbunden mit der Schaffung von rund 100.000 neuen Arbeitsplätzen.

 
 
© Copyright 2010 McKinsey & Company. Terms of Use. Privacy Policy. Impressum.