Führend in der Welt
Maschinenbau
Als Exportweltmeister und Weltmarktführer mit ausgelasteten Fertigungen und vollen Auftragsbüchern ist der deutsche Maschinenbau heute in einer starken Position. Die gute Nachfrage wird weitgehend vom Auslandsgeschäft getragen: Insbesondere Schwellenländer fragen deutsche Maschinenbauprodukte seit Jahren verstärkt nach.
Der Inlandsabsatz dagegen stagniert. Die inländische Beschäftigung ist rückläufig, zum einen auf Grund einer zunehmenden Produktionsverlagerung ins Ausland, zum anderen auf Grund effizienterer Entwicklungs- und Produktionsverfahren.
Ein weiterer signifikanter Rückgang von Arbeitsplätzen in Deutschland ist nur zu verhindern, wenn es gelingt, weiterhin ideale Exportvoraussetzungen zu schaffen, sich auf innovative Spezialmaschinen mit hoher Leistung und Qualität zu fokussieren sowie Prozesse und Strukturen zu modernisieren.
Im Chancenszenario könnte die Wertschöpfung bis 2020 um 2,9% p.a. auf 104 Mrd. EUR steigen – begleitet von einem leichten Beschäftigungswachstum von 0,3% p.a. Eine solche Entwicklung ist nur möglich, wenn die Nachfrage nach deutschen Maschinenbauprodukten in den drei wichtigsten Schwellenländern China, Indien und Russland entweder weiterhin ähnlich hohe Wachstumsraten wie in den Jahren 2000 bis 2006 aufweist (20% p.a., ausgehend von einer immer noch recht geringen Basis) oder es den Unternehmen gelingt, ihre Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich zu den anderen großen Maschinenbaunationen (USA, Japan, Frankreich, Italien) weiter stark auszubauen.
Eine Kombination von beiden Ansätzen ist vorstellbar, wenn die deutschen Unternehmen weiterhin neue Felder wie alternative Energien oder Umwelttechnologie erfolgreich zu besetzen vermögen. Eine entscheidende Erfolgsvoraussetzung ist die Behebung des Mangels an qualifizierten Fachkräften im Inland. Gelingt dies nicht, wird der deutsche Maschinenbau
in Zukunft stärker dort produzieren, wo er verkauft: im Ausland.
