Altersvorsorge und private Absicherung
treiben Wachstum
Versicherungen und Asset-Management
Die deutsche Versicherungs- und Asset-Management-Branche verzeichnete in den letzten Jahren ein deutliches Gewinnwachstum – auf Grund ihrer vielfältigen Initiativen zur Stärkung der Ertragskraft, aber auch dank der vorteilhaften Kapitalmarktentwicklung sowie der günstigen Phase im Schaden/Unfall-Preiszyklus. In den nächsten Jahren muss der Sektor das derzeit nur befriedigende Volumenwachstum bei Prämien und Assets under Management wieder forcieren; gleichzeitig sieht er sich mit erheblichem Handlungsbedarf konfrontiert, z.B. angesichts des demografischen Wandels.
Bleibt es bei einem „Weiter so!“, wird die Wertschöpfung des Sektors bis 2020 lediglich um 1,0% p.a. wachsen, die Beschäftigung sogar um 0,9% p.a. abnehmen. Werden dagegen bestehende Chancen, z.B. in der Altersvorsorge oder bei der Absicherung neuer Risiken, konsequent genutzt, erhöht sich die Wertschöpfung um 3,7% p.a. und die Beschäftigung um 0,9% p.a.
Chancen für die Branche bieten sich in der Altersvorsorge, sowohl bei jüngeren Privatkunden als auch bei institutionellen Kunden (Stichwort Pensionsrückstellungen). Für die Generation 50+ sind z.B. flexible Anlage- und Entsparprodukte interessant. Für Firmenkunden wird die Absicherung gegen steigende Haftpflichtrisiken, IT-Risiken und angesichts des Klimawandels auch gegen Naturkatastrophen und extreme klimatische Bedingungen zunehmend relevant.
Zur Realisierung der Chancen müssen die Unternehmen drei wesentliche Maßnahmen ergreifen: stärkere Kundenorientierung bei Produktgestaltung und Vertrieb, optimierte Anlageperformance sowie stärkere Industrialisierung von Prozessen. Die politischen Rahmenbedingungen sollten für Transparenz bei der Altersvorsorgelücke sorgen, Kontinuität steuerlicher Förderung gewährleisten sowie vereinfachte Zulassung von Produkten und flexiblere Garantiegestaltung sicherstellen.
