Wirtschaftsmacht Europa

Wie der alte Kontinent zu neuer Stärke findet

Europa hat viele ökonomische Chancen in den letzten zehn Jahren verschlafen: Die USA liegen nach wie vor bei allen wichtigen Indikatoren vorn und der Abstand zu Europa nimmt sogar oft noch zu. Gleichzeitig passen die Lösungsansätze von der anderen Seite des Atlantiks nicht zur Situation Europas, seinen Werten und Menschen. Einfache Lösungen wie "mehr Markt, weniger Staat" greifen zu kurz.

Jürgen Kluge und Heino Faßbender haben in ihrem Buch "Wirtschaftsmacht Europa" eine Diagnose des alten Kontinents im dritten Jahr des neuen Jahrhunderts mit einem Therapievorschlag verknüpft. Sie zeigen Handlungsspielräume und Chancen auf, wie Europa verlorene Dynamik zurückgewinnen kann. Dabei, so das Argument, darf es sich nicht unterfordern: Große Ambitionen sind angebracht. Europa hat das Zeug zur Weltspitze bei Produktivität und Lebensqualität.

Der Sozialstaat alter Prägung ist in die Jahre gekommen und ein neues Verständnis des Staates ist gefragt. Der "soziale Leistungsstaat" ist das Modell der Zukunft. Um Wohlstand und Lebensqualität dauerhaft zu sichern, sind europäische Lösungen für die drängenden Probleme notwendig: von der Produktivitätslücke über die Arbeitslosigkeit bis zur demografischen Zeitbombe. Intelligente Regulierung, paneuropäische Wachstumsinitiativen und gezielte Investitionen in Schlüsselindustrien zum Wiedergewinn der Vorreiterrolle können wichtige Beiträge leisten, damit das laufende Jahrzehnt noch ein europäisches wird.

 
 
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