Der europäische Maschinenbau – Motor für Beschäftigung, Wachstum und Wohlstand

Europas Maschinenbauindustrie ist exportorientiert, weltweit wettbewerbsfähig und mit 2,9 Millionen Beschäftigten ein wichtiger Arbeitgeber. 2015 machten die europäischen Unternehmen insgesamt 644 Milliarden Euro Umsatz; davon entfielen 240 Milliarden Euro auf Exporte außerhalb der EU. Europas Industrie ist eng mit dem Binnenmarkt verflochten. Der Anteil der ausländischen Wertschöpfung an den deutschen Exporten liegt beispielsweise bei 27 Prozent, davon entfallen 51 Prozent auf andere EU-Staaten. Bei den kleineren Ländern sind diese Anteile sogar noch höher. Der europäische Maschinenbau lebt von der Innovation und seinem technologischen Vorsprung. Europäische Unternehmen investieren rund 13 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung.

Als Rückgrat der europäischen Industrie ist der Maschinenbau ein Motor für Beschäftigung, Wachstum und Wohlstand. Doch diese Errungenschaften sind nicht selbstverständlich: Sie sind das Ergebnis unermüdlicher Anstrengungen, immer und immer wieder – mit bahnbrechenden Innovationen und wettbewerbsfähigen Produkten. In einigen Regionen jedoch hat sich in den letzten Jahren eine schleichende Deindustrialisierung vollzogen. Und der globale Wettbewerb schläft nicht: China ist der mit Abstand größte Maschinenhersteller weltweit und erschließt mit immer besseren Produkten viele Exportmärkte, sogar im weit entfernten Europa. Die Vereinigten Staaten haben es ebenfalls geschafft, den Niedergang der Industrie in den letzten Jahren aufzuhalten, und auch andere Wettbewerber weltweit stehen bereits in den Startlöchern.

McKinsey & Company und der VDMA arbeiten seit 2013 regelmäßig zusammen, haben um die bestehenden Herausforderungen des Maschinenbausektors zu analysieren und Zukunftsperspektiven aufzuzeigen. 2014 erschien die erste gemeinsame Studie „Zukunftsperspektive deutscher Maschinenbau“ mit Vorschlägen für konkrete Handlungsansätze auf betrieblicher Ebene. Die nun vorliegende zweite gemeinsame Studie geht eher auf allgemeine strategische Fragen ein: Sie konzentriert sich auf den europäischen Maschinenbau und seine künftige strategische Ausrichtung. In den drei Themenfeldern – veränderte Wachstumsmuster, schnellere Digitalisierung und Organisationswandel – zeigt die vorliegende Studie Muster auf, die sich als erfolgreich erwiesen haben, und beschreibt notwendige Handlungsfelder für Unternehmen und Europa als Ganzes.

Frühere Studien