Der von McKinsey entwickelte Electric Vehicle Index untersucht seit 2010 auf Länderebene, wo die für die Elektromobilität 14 wichtigsten Nationen jeweils stehen und wie sich Deutschland dabei positioniert. Die untersuchten Länder sind: China, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Japan, Niederlande, Norwegen, Portugal, Spanien, Südkorea und USA.

Elektromobilität: Internationale Fahrzeugmärkte entwickeln sich dynamisch – Ranking auf Industrieseite stabil

Ergebnisse des aktuellen Electric Vehicle Index (Januar 2016) von McKinsey

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Weiterhin ein klares Bild im aktuellen Electric Vehicle Index von McKinsey: Beim Ranking der wichtigsten Herstellerländer für Elektrofahrzeuge führen Japan, China und Deutschland. Auf Platz 4 folgt die USA – der Abstand zu den weiteren Produktionsländern Südkorea, Frankreich und Italien hat sich erneut vergrößert. Von größerer Dynamik geprägt ist dagegen die Marktseite: Zwar verteidigen auch hier die führenden Länder Norwegen, Niederlande und Frankreich die ersten drei Ränge. Dänemark und vor allem China entwickeln sich allerdings sehr dynamisch und konnten jeweils Plätze gutmachen. Dies sind die zentralen Ergebnisse des aktuellen Electric Vehicle Index (EVI) von McKinsey, in dem die Unternehmensberatung die Entwicklung der E-Mobilität in den wichtigsten Ländern misst.

„Der Hotspot der E-Mobilität auf Marktseite bleibt weiterhin Norwegen“ sagt Thomas Luk, E-Autoexperte von McKinsey. Durchschnittlich 7 Prozent Marktanteil für E-Autos über die vergangenen fünf Jahre verzeichnet das Land – mehr als 60.000 E-Fahrzeuge sind auf Norwegens Straßen unterwegs. Größter Markt bleibt jedoch weiterhin die USA mit 360.000 neuregistrierten E-Autos seit 2010. Sehr dynamisch entwickelte sich China: Fast 50.000 E-Autos wurden im dritten Quartal 2015 neu zugelassen. „Die großzügigen Anreizprogramme der chinesischen Behörden und das ausgeweitete Produktangebot vom Kleinwagen bis zum SUV spielen hier sicher eine Rolle“, so Luk.

Während Deutschland auf der Marktseite nur Rang 10 belegt, bleibt die Ausgangsposition auf Industrieseite weiterhin positiv. 38 Prozent aller im Jahr 2020 weltweit produzierter E-Fahrzeuge, so die Prognose, werden von deutschen Herstellern produziert. Mit über 1 Mio. produzierten Fahrzeugen würde Deutschland damit klar vor den weiteren Herstellerländern China, USA und Japan führen. Diese kommen jeweils auf knapp 500.000 produzierte Autos.

Methodik

Der von McKinsey entwickelte Electric Vehicle Index untersucht seit 2010 auf Länderebene, wo die für die Elektromobilität 14 wichtigsten Nationen jeweils stehen und wie sich Deutschland dabei positioniert. Die untersuchten Länder sind: China, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Japan, Niederlande, Norwegen, Portugal, Spanien, Südkorea und USA.

Seit Anfang 2015 wird der EVI auf Grundlage einer neuen Methodik berechnet, der aktuelle Entwicklungen in der E-Mobilität aufgreift und abbildet. Der Index untersucht dabei die zwei wichtigen Dimensionen bei der Entwicklung der E-Mobilität, die Markt- und die Industrieseite.

Auf der Marktseite wird zum einen analysiert, wie groß der Marktanteil von E-Fahrzeugen am Gesamtmarkt ist. Zum anderen werden Anreize wie Subventionen, die vorhandene Infrastruktur sowie das verfügbare Angebot von E-Fahrzeugen bewertet.

Der Industrie-EVI untersucht, wie erfolgreich die jeweilige Automobilindustrie des Landes beim Thema E-Mobilität ist. Hierzu werden Faktoren wie der aktuelle und zukünftige Anteil an der weltweiten Produktion von Elektrofahrzeugen sowie wichtiger Komponenten wie E-Motoren und Batterien herangezogen.