Kaum ein Wettbewerbsumfeld ist einem solchen Wandel unterworfen wie das der Energie- und Grundstoffindustrien. Energiewende, Deregulierung, Globalisierung und technische Neuerungen stellen die Industrie vor große Herausforderungen, bieten aber auch Chancen: Die Energy & Materials Practice unterstützt ihre Klienten dabei, individuelle Strategien in diesem sich verändernden Wettbewerbsumfeld zu entwickeln.

Überblick

Die Energy & Materials Practice fasst bei McKinsey die Energie- und Grundstoffindustrien zusammen und ist einer unserer am stärksten wachsenden Bereiche. Wir entwickeln branchenspezifische Konzepte, wie zum Beispiel mit Periscope einen Lösungsansatz zur Preisgestaltung. Auch Konzepte anderer Practices von McKinsey wenden wir erfolgreich an, beispielsweise die Lean-Konzepte aus der Automobilindustrie. Die globale Expertise unserer Berater haben in den vergangenen Jahren Unternehmen aller Größen genutzt. Allein im Bereich Chemie haben 250 Berater in den letzten 5 Jahren Klienten in über 1.000 Projekten unterstützt.

Beratungsfelder

Electrical Power & Natural Gas (EPNG)

Der europäische Energiesektor steht unter Strom – trotz und gleichzeitig wegen der Liberalisierung und nicht zuletzt wegen der Energiewende. Die Energiekonzerne haben die Märkte aufgeteilt und ihre Kostenstrukturen über die letzten Jahre in den Griff bekommen. Vor strategische Herausforderungen stellt sie neben alternden Kraftwerksparks vor allem die unsichere zukünftige Bedeutung der Energieträger und die oft fehlende Planungssicherheit auf Grund staatlich regulierter Netze.

Unser Beratungsfeld EPNG unterstützt Energieunternehmen dabei, sich diesen Anforderungen zu stellen, sie als Chance zu begreifen und die Risiken neuer Investitionen zu minimieren. Das Themenspektrum reicht von der Strategieentwicklung über operative Verbesserungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette bis hin zur Unterstützung bei Fusionen. Dabei beraten wir nicht nur die Großen der Branche, sondern zunehmend auch Stadtwerke.

 

Der aktuelle Energiewende-Index

Chemicals

Unter den deutschen Schlüsselsektoren ist die Chemieindustrie besonders stark von der Rohstoffpreisentwicklung betroffen - die Energiekosten machen 15 Prozent der Bruttowertschöpfung aus. Gleichzeitig ergeben sich aus den Veränderungen in der Energielandschaft auch neue Chancen. Mit Innovationen bei den Leichtbaumaterialien, Dämmstoffen und Batterietechnologien kann die Industrie neue Absatzchancen nutzen.

Zu unseren Klienten zählen weltweit führenden Unternehmen, Mittelständler, Start-ups und führende Private-Equity-Gesellschaften. Wir betrachten die Risiken und Chancen der Chemiebranche aus globaler Perspektive – und behalten die regionalen Besonderheiten aufstrebender und etablierter Märkte stets im Blick. Unsere Kenntnis funktionaler Themen wie Operations, Organisation und Corporate Finance verknüpfen wir mit Know-how zu den folgenden Materialien: Petrochemikalien und anorganische Grundchemikalien, Polymere, Elastomere und Chemiefasern, Spezialchemikalien, Advanced Materials sowie landwirtschaftliche Betriebsstoffe.

Metals & Mining

Unsere Berater im Bereich Metals & Mining unterstützen Klienten weltweit in den Sektoren Bergbau, Metallerzeugung und Metallverarbeitung (Stahl und Nichteisenmetalle). Inhaltlich geht es um Fragen der strategischen Ausrichtung, der regionalen Expansion, der Verbesserung operativer Prozesse oder der Verringerung des CO2-Austoßes.

Beratungsinhalte sind alle Bereiche der Wertschöpfungskette – vom Abbau der Rohstoffe bis hin zum Vertrieb der erstellten Produkte sowohl für Nischen- als auch Commodity-Anbieter. Zu den Themen, die für unsere Klienten aktuell von hoher Relevanz sind und bei denen wir Hilfestellung leisten, gehören unter anderem: Rohstoffverfügbarkeit und –Pricing, die Nachfrageentwicklung in Zeiten hoher Volatilität, Risikomanagement bei Rohstoffen und Optimierung des operativen Betriebs.


Ansprechpartner

Alexander Weiß

Leiter Energy & Materials Practice Deutschland

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Benedikt Zeumer

Knowledge Leader Metals & Mining

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Ulrich Weihe

Specialty Chemicals

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Thomas Weskamp

Speciality Chemicals

Kontakt

Jakob Fischer

Leiter EMEA Chemicals

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Publikationen


Weitere Publikationen

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Globale Energieperspektive

Herausforderung und Chancen für die Energielandschaft von morgen

In der Wirtschaftswelt von heute ist mit Blick auf die Energielandschaft Unsicherheit eher die Regel als die Ausnahme. Die Ereignisse seit der Finanzkrise 2008 unterstreichen dies durch eine hohe Volatilität der Erdöl- und Erdgaspreise oder auch der globalen CO2-Preise. Die Katastrophe von Fukushima hat die Rolle der Kernkraft im Energiemix erneut in Frage gestellt.

Vor diesem Hintergrund hat die Unternehmensberatung McKinsey & Company eine "Globale Energieperspektive" (GEP) erarbeitet. Diese Analyse stellt drei Szenarien (Referenzszenario, Technologischer Durchbruch, Globaler Konsens) vor, die jeweils unterschiedliche Richtungen reflektieren, in die sich die Energiewelt entwickeln könnte. Zentrales Ergebnis des Referenzszenarios ist unter anderem die Zunahme der weltweiten Primärenergienachfrage um 30% bis zum Jahr 2030. Daneben sind im Stromerzeugungsmix erhebliche Veränderungen zu erwarten. Diese ergeben sich durch einen Anstieg des Anteils erneuerbarer Energien (Solar, Wind und Biomasse) von weltweit aktuell etwa 3% auf fast 20% bis 2030.

Die GEP-Analyse berücksichtigt umfassend alle Aspekte der Energienachfrage und greift dabei auf ein detailliertes Modell mit 21 Regionen, 25 Industriesektoren und 34 Energieträgern zurück. Dieses Modell basiert auf Bottom-up-Annahmen der Haupttreiber der Energienachfrage für die einzelnen Branchen. Das Ergebnis ist ein umfassender und äußerst granularer Ausblick auf die weltweite Energielandschaft bis 2050. Anhand des Modells lässt sich einschätzen, welche Primärenergieressourcen und Investitionen erforderlich sind, wie sich der Strombedarf decken ließe (d.h. mit welchem Technologiemix bei der Stromerzeugungskapazität) und wie hoch die resultierenden Energie bedingten CO2-Emissionen wären. Darüber hinaus liefert die Analyse Erkenntnisse über potenzielle kurz- bis langfristig anstehende Diskontinuitäten.

Thomas Vahlenkamp und Matthias Gohl in Energiewirtschaftliche Tagesfragen Heft 1 / 2013