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Sauber und leise: Elektromobilität auch in Baumaschinen auf dem Vormarsch

Sauber und leise: Elektromobilität auch in Baumaschinen auf dem Vormarsch

Gesamtbetriebskosten bis zu 30% niedriger als bei konventionellen Antrieben - Höhere Effizienz, Technologiefortschritte und Emissionsvorschriften als Treiber

DÜSSELDORF. Elektromotoren halten auch in Baumaschinen Einzug: Auch wenn die Modellauswahl aktuell noch gering ist, kommen schrittweise neue batterieelektrische Fahrzeuge auf den Markt. Je nach Marktsegment liegen die Gesamtbetriebskosten von E- Fahrzeugen schon heute bis zu 30% unter denen von Diesel-Maschinen. Die rund 30 bis 90% höheren Anschaffungskosten werden wettgemacht durch über 60% geringere Betriebskosten, beispielsweise für Treibstoff und Wartung. Dies geht aus der neuen Studie „Heavy machinery & equipment: Capturing the industry’s electrifying momentum” hervor, die die Unternehmensberatung McKinsey & Company zur weltgrößten Baumaschinenmesse bauma in München veröffentlicht.  

Kundennachfrage zieht deutlich an

„Die Elektromobilität kommt. Die beeindruckenden Fortschritte, die wir aktuell bei Autos und Bussen sehen, werden sich schrittweise auch bei Bau- und Großmaschinen niederschlagen“, erläutert Andreas Tschiesner, Seniorpartner im Münchener Büro von McKinsey und Ko-Autor der Studie. Neben den niedrigeren Gesamtbetriebskosten beschleunigen weitere Faktoren die Entwicklung hin zur E-Mobilität. „In vielen Städten und Ländern werden die Emissionsvorschriften für Feinstaub, Stickoxide und Lärm verschärft – und diese sind mit elektrischen Baumaschinen leichter einzuhalten.“ Zudem habe sich die Technologie in den vergangenen Jahren signifikant verbessert, so Tschiesner – sowohl bei der verfügbaren Ladetechnologien als auch bei den Leistungsdaten der Batterien. 

„Von dieser Entwicklung können alle Marktteilnehmer profitieren. Dafür müssen die Unternehmen jedoch neue Kompetenzen rund um die Technologie sowie bei den neuen Geschäftsmodellen aufbauen“, sagt Tschiesner. 

Hersteller von Baumaschinen können vorangehen und auf Basis elektrifizierter Produkte neue Geschäftsmodelle entwickeln – wie beispielsweise Gesamtpakete für den energieoptimierten Betrieb oder Batterieleasing. Für Zulieferer kann der Schwenk zur E-Mobilität eine deutliche Veränderung ihrer Wertschöpfungskette bedeuten – für die sie neue Kompetenzen aufbauen und neue Talente gewinnen müssen. 

 

Ansprechpartner

Martin Hattrup-Silberberg

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