Skip to main content

Deutscher KI-Preis: Lübecker Juniorprofessor gewinnt Nachwuchsforscherpreis

Deutscher KI-Preis: Lübecker Juniorprofessor gewinnt Nachwuchsforscherpreis

Das Wirtschaftsmagazin BILANZ und McKinsey verleihen den Nachwuchsforscherpreis „KI-Denker der Zukunft“ – Gewinner forscht im Bereich neuronaler Lernmethoden für die Robotik

 

DÜSSELDORF. Das Wirtschaftsmagazin Bilanz und die Unternehmensberatung McKinsey & Company haben im Rahmen des Deutschen KI-Preises junge Forscher aus Deutschland mit dem Nachwuchspreis "KI-Denker der Zukunft" geehrt. Gewinner ist Elmar Rückert, Juniorprofessor an der Universität Lübeck. Der Forscher hat mit seinen Kollegen der Universität Lübeck mehrere Algorithmen entwickelt, die künstliche Systeme verlässlicher machen. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert und richtete sich an Nachwuchsforscher im Bereich Künstliche Intelligenz. Der Preis wurde im Rahmen einer Gala in der Factory Berlin vergeben.

Jury bewertet nach Kategorien Forschung, Entwicklung und Anwendung  

Als Teil des Deutschen KI-Preises 2019 wandte sich der Nachwuchsforscherpreis an junge Bewerber, die mit ihrer Arbeit einen Beitrag zum aktuellen Stand der KI-Forschung liefern und durch die konsequente Verfolgung ihrer Ideen positiven Einfluss auf die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung nehmen.

Alle eingereichten Arbeiten bewertete die Jury anhand von drei Kategorien: Forschung (Akzeptanz, Innovationsgrad), Entwicklung (technische Reife, Marktreife) und Anwendung (wirtschaftliche Relevanz, gesellschaftliche Relevanz). Mitglieder der Jury waren Katrin König, VP Data Analytics Development bei Deutsche Post DHL Group, Prof. Dr. Bernd Bischl, Professor für Computationale Statistik am Institut für Statistik der LMU München, Prof. Dr. Kristian Kersting, Leiter Fachgebiet Maschinelles Lernen an der TU Darmstadt, Prof. Dr. Christian Hildebrand, Professor for Marketing Analytics an der Universität St. Gallen,  Klaus Boldt, Chefredakteur der Bilanz und Dr. Peter Breuer, Seniorpartner aus dem McKinsey-Büro Köln.

Die besten fünf Bewerber stellen Forschungsprojekte vor 

Die fünf besten Bewerber stellten ihre Forschungsprojekte am Abend der Preisverleihung auf der Berliner Factory-Bühne vor. Vor allem in der medizinischen Forschung spielt KI eine große Rolle, etwa bei der automatischen Bildanalyse für die Krebsdiagnostik oder dem Erlernen von individualisierten und dynamischen Beatmungstherapie anhand von Millionen medizinischer Daten sind.

Elmar Rückert, Juniorprofessor für Robotik und autonome Systeme an der Universität zu Lübeck, testet mit seiner Forschungsgruppe neuronale Vorhersagen und Entscheidungsmodelle in humanoiden Roboteranwendungen. Seine Arbeiten ermöglichen weitreichende Modelleinblicke und präzise Vorhersagen. Beides ist entscheidend für künstliche Systeme und zurzeit eines der größten offenen Probleme in der KI-Forschung rund um neuronale Netze. Kurz: Roboter sollen besser und effizienter lernen und dadurch vor allem verlässlicher werden. Die Technologie kann zukünftig unter anderem in der Automobilindustrie eingesetzt werden. Rückert und sein Forschungsteam konzipieren aktuell einen Sicherheits- und Notfallsensor, der in wenigen Jahren marktreif sein soll.

McKinsey- Seniorpartner Karel Dörner begleitete die Verleihung als Laudator und übergab gemeinsam mit Bilanz-Chefredakteur Klaus Boldt den Preis an Gewinner Rückert. „Eine der größten Herausforderungen in der Arbeit mit KI ist ihre Zuverlässigkeit. Elmar Rückerts Entwicklungen versprechen hier eine deutliche Verbesserung“, sagt Dörner. "Es ist enorm beeindruckend, welch wichtigen Fragen sich die Bewerber mit ihren Forschungsarbeiten widmen. Sie tragen entscheidend dazu bei, eine der zentralen Zukunftstechnologien zu verbessern.“

 

Ansprechpartner