Rechnen mit Licht – Q.ANT gewinnt den Technologiepreis "The Spark"

| Press Release

Das Handelsblatt und die Unternehmensberatung McKinsey & Company haben den Technologiepreis The Spark zum elften Mal an Tech Start-ups aus dem DACH-Raum vergeben. Im Mittelpunkt stand 2026 das Fokusthema „Scaling Deep Tech“: Gesucht wurden Unternehmen, die wissenschaftlich anspruchsvolle Technologien in industrielle Anwendungen überführen und vor dem nächsten Skalierungsschritt stehen. Von photonischem Computing und Biotechnologie über Quantentechnologien bis hin zu Fusionsenergie und neuen Materialien zeigen die Finalisten, wie aus Forschung wirtschaftlich relevante Innovationen entstehen können. „Erfinden können wir. Woran es in Deutschland und Europa hapert, ist das Großmachen. Die Finalisten von THE SPARK zeigen, wie es geht: Sie bringen Durchbrüche aus dem Labor in die Industrie, unter realen Bedingungen und mit starken Partnern. Jetzt kommt es darauf an, dass sie am besten hier in Deutschland wachsen“, sagt Andreas Venus, Managing Partner von McKinsey in Deutschland und Österreich.

Zehn Start-ups präsentierten der Jury live ihre Innovationen

Die Bewerberunternehmen durchliefen einen dreistufigen Auswahlprozess, bevor sich die zehn Finalistinnen und Finalisten in Pitches der hochkarätigen Jury präsentierten. Der Technologiepreis wurde im Rahmen eines Galaabends in München verliehen. Folgende Start-ups belegten die Plätze eins bis drei:

  1. Q.ANT nutzt Licht statt Strom für seine Rechenprozesse und macht KI damit deutlich energieeffizienter und das auf seiner eigenen Produktionslinie in Stuttgart, unabhängig von der globalen Chip-Lieferkette. Als Spin-off von TRUMPF mit bereits bestehenden zahlenden Kunden zeigt das Unternehmen, dass Europa bei der nächsten Generation der Datenverarbeitung eine Vorreiterrolle einnehmen kann.
  2. Proxima Fusion entwickelt Fusionskraftwerke auf Basis des Stellarator-Konzepts. 2026 nahm das Münchner Unternehmen 411 Millionen Euro privates Kapital auf und ist damit nach eigenen Angaben das bestfinanzierte Fusionsunternehmen Europas. In seiner Alpha Alliance arbeitet Proxima mit mehr als 50 Industrieunternehmen und öffentlichen Forschungseinrichtungen an der technischen Umsetzung.
  3. APHERIS aus Berlin ermöglicht es Unternehmen und Forschungseinrichtungen, KI-Modelle gemeinsam auf sensiblen Daten zu trainieren, ohne dass diese Daten ihren Standort verlassen. Über das von Apheris betriebene Industriekonsortium AI Structural Biology Network arbeiten große Pharmaunternehmen so gemeinsam an KI-Modellen für die Wirkstoffforschung.

„The Spark macht Jahr für Jahr sichtbar, welches Potenzial in der deutschen Start-up-Szene steckt. Denn über den Erfolg technologischer Innovationen entscheidet nicht allein die Idee, sondern die Fähigkeit, daraus skalierbare Unternehmen mit internationaler Strahlkraft aufzubauen. Die diesjährigen Finalistinnen und Finalisten zeigen, wie das gelingen kann, und stehen exemplarisch für die Innovationskraft, die unsere Wettbewerbsfähigkeit in den kommenden Jahren maßgeblich prägen wird.“ sagt Sebastian Matthes, Chefredakteur Handelsblatt.

Diversitätspreis „Inclusive Accelerator Award“

Neben dem Technologiepreis wurde der Inclusive Accelerator Award verliehen. Der Preis würdigt wirkungsvolle Initiativen die den Tech-Sektor nachhaltig stärken, strukturelle Barrieren abbauen und Inklusivität aktiv fördern.

Der Preis entstand 2019 aus einem Award für Female Founders und wurde seitdem weiterentwickelt, um unterschiedliche Dimensionen von Teilhabe und Chancengerechtigkeit im Technologie- und Start-up-Ökosystem abzubilden.

Inklupreneur wurde in diesem Jahr als Preisträger ausgezeichnet. Das Projekt unterstützt Unternehmen dabei, Barrieren für Menschen mit Behinderungen in der Arbeitswelt abzubauen und inklusive Beschäftigung zu fördern. Im Peer-to-Peer-Ansatz bringen Menschen mit Behinderungen ihre eigenen Perspektiven und Erfahrungen direkt in die Zusammenarbeit mit Unternehmen ein.

Über THE SPARK und das Auswahlverfahren

„THE SPARK – Der Technologiepreis“ ist eine Initiative von Handelsblatt und McKinsey. Mit dem Preis werden Start-ups ausgezeichnet, deren Ideen das Potenzial haben, ihre Industrie grundlegend zu verändern. Die Entscheidung über die Siegerteams erfolgt in einem dreistufigen Verfahren: Screening, Nominierung und Jurysitzung.

Zur Jury gehörten Sebastian Matthes (Chefredakteur, Handelsblatt), Andreas Venus (Deutschlandchef, McKinsey & Company), Sabine Bendiek (Senior Advisor Private Equity und VC, Aufsichtsrätin), Prof. Dr. Veronika Grimm (Professorin an der Technischen Universität Nürnberg (UTN) und Leiterin des Energy Systems und Market Design Lab sowie Mitglied im Sachverständigenrat Wirtschaft), Sabine Scheunert (Former Managing Director Eurocentral Dassault Systèmes), Daniel Schall (CEO & Co-Founder, Black Semiconductor, Gewinner The Spark 2025), Stephan Zizala (Division Präsident Edge Systems Infineon AG), Prof. Dr. Malte Brettel (Professor and Head of Group Innovation and Entrepreneurship Group (WIN) – Center for Entrepreneurship RWTH Aachen), Gülsah Wilke (Partnerin und Head of German Office bei DN Capital & Mitbegründerin von 2hearts), Dr. Elisabeth Schrey (Venture Partner, DeepTech and Climate Fonds), Thomas Oehl (General Partner, Vsquared Ventures), Klaus Michel (Geschäftsführer, Airbus Defence and Space GmbH), Dr. Victoria Ossadnik (Chief Operating Officer Digital und Innovation, E.ON SE), Kian Mossanen (CIO, Siemens Energy), Michael P. Unger (Lead Sovereign AI & Financial Services Clients, CE, NVIDIA)

Weitere Informationen zu „THE SPARK“ finden sich unter: the-spark.de