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Das MDK-Reformgesetz – Auswirkungen auf die Krankenhaus-Rechnungsprüfung

Der Bundestag hat im November 2019 das MDK-Reformgesetz beschlossen, das seit Januar zu zahlreichen Veränderungen in der Krankenhaus-Rechnungsprüfung führt. Was sind die wichtigsten Inhalte des neuen Gesetzes und wie wirkt es sich finanziell und prozessual aus? Antworten auf diese Fragen liefert eine aktuelle Analyse von McKinsey. 

Die gesetzlichen Krankenkassen (GKVen) stehen durch das neue Gesetz vor großen praktischen Herausforderungen: Im Krankenhausbereich drohen bis zu 1,5% oder über 1,1 Mrd. EUR höhere Ausgaben pro Jahr. Der Grund: Die Prüfquote beim MD wird in Zukunft auf 5 bis 15% je Krankenhaus und GKV reduziert . Bisher wurden über alle GKVen hinweg durchschnittlich 17% der Rechnungen pro Krankenhaus geprüft und insgesamt 2,8 Mrd. Euro pro Jahr wegen fehlerhaften Abrechnungen zurückgefordert. Um das Ziel des Gesetzes zu erreichen und gleichzeitig stark ansteigende Krankenhauskosten bei den GKVen zu vermeiden, erfordert die neue Rechtslage eine schnelle Reaktion. Die GKVen müssen weg von der alten Praxis, in der möglichst viele potenziell fehlerhafte Rechnungen zu einer Prüfung an den MDK geschickt wurden, hin zu einer intelligenten Prüfprozesssteuerung, die gezielt nur die relevantesten Fälle erkennt. 

Autoren: Manuela Martin, Markus Gampert, Philipp Schuh & Corinne Möller