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COVID-19 als Startpunkt für Erneuerung in Deutschland

Wie die deutsche Wirtschaft die COVID-19-Pandemie bewältigen und die Krise als Impuls für Wandel nutzen kann

COVID-19 stellt neben dem deutschen Gesundheitssystem auch die deutsche Wirtschaft vor große Herausforderungen. Eine Überlastung des Gesundheitssystems konnte bisher zwar vermieden werden – doch die Bekämpfung des Coronavirus’ gerät zur Nagelprobe für Gesundheitsversorger und -versicherer. Laut Schätzungen des McKinsey Global Institute ist für 2020 in Deutschland zudem mit einem Verlust des Bruttoinlandsproduktes von 5% bzw. 10% zu rechnen und eine Rückkehr zum BIP-Niveau von Ende 2019 ist je nach Szenario in Q1 2021 bzw. Q3 2023 zu erwarten. Rein ökonomisch kann die COVID-19-Krise als Anlass begriffen werden, den (digitalen) Strukturwandel im deutschen Gesundheitssystem und in einigen Industriesektoren grundlegend voranzutreiben. Zwei Maximen würden hierfür die Grundlage bilden:

  • Stärkung des Industriestandorts durch Kapitalinvestitionen und Weiterentwicklung digitaler Geschäftsmodelle
  • Ausbau der für die Digitalisierung relevanten Fähigkeiten.

Gelingt es, einen solchen Strukturwandel hin zu digitalen Geschäftsmodellen und zur Nutzung der Potenziale von Automatisierung und künstlicher Intelligenz konsequent umzusetzen, geht McKinsey davon aus, dass die deutsche Wirtschaft im Jahr 2028 wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren kann, den sie ohne COVID-19-Krise erreicht hätte. Andernfalls wäre eine Rückkehr auf den ursprünglichen Wachstumspfad in diesem Jahrzehnt nicht mehr machbar.