eHealth: Fortschritt bei Rahmenbedingungen, Nachholbedarf bei praktischen Anwendungen 

Neuer eHealth Monitor von McKinsey misst anhand von 30 Indikatoren jährlich die Fortschritte bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens in Deutschland - Positiver Trend bei Digitalisierung durch elektronische Patientenakte, Telemedizin und eRezept – aber 93% der Ärzte kommunizieren nach wie vor in Papierform mit Krankenhäusern. Nur 44% der Gesundheitseinrichtungen tauschen medizinische Daten digital aus - Nachholbedarf bei Nutzenanalyse von eHealth: In den letzten 20 Jahren untersuchten nur 84 Publikationen den quantitativen Nutzen von eHealth in Deutschland in fünf Therapiegebieten

Bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens gibt es in Deutschland Fortschritte, aber insgesamt weiterhin an vielen Stellen Nachholbedarf. Vor allem ambulante Praxen ticken vielerorts noch analog. 93% der Ärzte kommunizieren mit Krankenhäusern nach wie vor überwiegend in Papierform. Online-Rezeptbestellung oder die elektronische Bereitstellung von Unterlagen sind nur in 15% der Haus- und Facharztpraxen verfügbar. Patienten hingegen zeigen sich sehr offen für digitale Lösungen: Jeder Dritte nutzt bereits Online-Terminvereinbarungen und zwei von drei Deutschen begrüßen die Einführung von Angeboten wie elektronischer Patientenakte oder eRezept – selbst in der Generation 65plus sind es noch mehr als 60%. Dies sind die zentralen Ergebnisse des neuen eHealth Monitor von McKinsey & Company. Die Unternehmensberatung liefert damit ab sofort jährlich einen regelmäßigen Überblick über die Fortschritte der Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen.