Weiterbildung: Durch Corona-Krise wächst Bedarf an Qualifizierungen in Unternehmen

Die Corona-Krise hat den Fort- und Weiterbildungsmarkt in Deutschland beschleunigt digitalisiert: Vor Beginn der COVID-19-Pandemie standen 35 Prozent der Angebote digital zur Verfügung, heute sind es 54 Prozent. Die deutsche Wirtschaft hat die Bedeutung von Qualifizierung in Krisenzeiten erkannt. Doch obwohl der Vermittlungsbedarf in Zukunftsfähigkeiten wie digitalen und technologischen Kompetenzen rasant wächst, sinkt aufgrund der eingetrübten Wirtschaftslage das Qualifizierungsbudget bei 21 Prozent der Unternehmen; bei 49 Prozent stagniert es. Sie brauchen eine konkrete Fort- und Weiterbildungsstrategie und für deren Umsetzung mehr Unterstützung von Politik und Verbänden.

Das sind zentrale Ergebnisse der Studie "Die Zukunft der Qualifizierung in Unternehmen nach Corona". Das im Dezember 2020 veröffentlichte Diskussionspapier von Stifterverband und McKinsey & Company fasst die Ergebnisse einer im August 2020 durchgeführten Online-Umfrage zum Thema Qualifizierungsmaßnahmen zusammen. Mehr als 550 Unternehmen mit mindestens 50 Mitarbeitern aus allen Branchen in Deutschland haben sich daran beteiligt. Ziel war es, herauszufinden, wie sich die Pandemie auf Aus- und Weiterbildung von Unternehmen ausgewirkt hat. Tatsächlich beschleunigt die Corona-Krise die Digitalisierung der Fort- und Weiterbildungsangebote und setzt neue Impulse für die Qualifizierung.

Autoren: Julia Klier, Julian Kirchherr, Volker Meyer-Guckel, Mathias Winde