The 2021 McKinsey Global Payments Report

Letzten Oktober, als McKinseys Global Payments Report 2020 veröffentlicht wurde, war bereits klar, dass die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie die Erlöse aus dem Zahlungsverkehr erstmals seit elf Jahren sinken lassen würden. Ein Jahr später ist das Bild zumindest an der Zahlungsfront trotz einiger Herausforderungen unerwartet positiv. Die Erlöse sind in der Tat zurückgegangen – auf 1,9 Billionen USD weltweit –, aber weniger stark als im letzten Herbst erwartet.

Die Indikatoren deuten auf eine nominale, aber regional ungleich verteilte Erholung im Jahr 2021 hin, möglicherweise im Bereich des Rekordhochs von 2019. Danach erwartet McKinsey eine Rückkehr zu den historischen Wachstumsraten im mittleren einstelligen Bereich. Für 2025 wird mit globalen Erlösen aus dem Zahlungsverkehr von rund 2,5 Billionen USD gerechnet.

Die relativ verhaltenen Umsatzzahlen von 2020 verdecken jedoch einige gegenläufige Effekte, die den Zahlungsdienstleistern in den nächsten Jahren wieder im größeren Maßstab Geschäftsmöglichkeiten eröffnen dürften. Die Pandemie hat den anhaltenden Rückgang des Bargeldeinsatzes und die Akzeptanz von elektronischen und E-Commerce-Zahlungsmethoden beschleunigt. Die Erlössteigerungen in diesen Bereichen wurden wiederum durch schrumpfende Nettozinsmargen für Einlagen aufgezehrt. All diese Trends dürften die Pandemie überdauern. Die Kontraktion der Nettozinserträge – in Kombination mit technologischen Fortschritten und Innovationen im Bereich Open Banking und Fintech – hat neue Erlösmodelle hervorgebracht, die in fünf Jahren neue, verwandte Geschäftsmöglichkeiten in der Größenordnung des Erlöspools im Kernzahlungsverkehr eröffnen werden.

In diesem Bericht wird die Analyse der zentralen Erkenntnisse hinter den Zahlen von 2020 (und den geschätzten Zahlen von 2021) aufgenommen. In den verschiedenen Kapiteln werden Perspektiven zu kritischen Themen geboten, bei denen führende Zahlungsdienstleister mit ihrem Handeln die Marktentwicklung mitbestimmen werden.