Der Energiewende-Index von McKinsey bietet alle sechs Monate einen Überblick über den Status der Energiewende in Deutschland. Feedback und Rückmeldung dazu sind ausdrücklich erwünscht und werden bei der Aktualisierung des Index berücksichtigt, sofern es um öffentlich zugängliche Fakten geht. Auf der Website von McKinsey besteht die Möglichkeit, den Autoren zum Thema Energiewende Feedback zu geben.

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Aktuelle Pressemitteilung

Der Energiewende-Index betrachtet seit 2012 alle sechs Monate (bis Ende 2013 alle drei Monate) den Status der Energiewende in Deutschland entlang der drei Dimensionen des energiewirtschaftlichen Dreiecks: Klima- und Umweltschutz, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit. Innerhalb dieser Dimensionen werden jeweils fünf relevante Indikatoren analysiert und aktuell daraufhin bewertet, inwieweit sie ihre für 2020 geplanten Zielwerte im geplanten Zeitverlauf der Energiewende erreicht haben.

Zum ersten Mal seit Beginn der Erhebung des Energiewende-Index weist die Mehrzahl der Indikatoren nach unten. Gleich zehn der 15 betrachteten Kennzahlen haben sich seit der letzten Veröffentlichung im September 2015 verschlechtert. Das gilt besonders für die Kosten- und Emissionsentwicklung. Sieben Indikatoren, darunter jetzt auch der Stromverbrauch, gelten in ihrer Zielerreichung inzwischen als unrealistisch, beim Ausbau der Transportnetze besteht nach wie vor Anpassungsbedarf. Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Die Anbindung der Offshore-Windparks konnte das für 2020 gesetzte Ziel bereits aktuell vollständig erreichen.

Eines der größten Problemfelder der Energiewende ist die Kostenentwicklung. Die EEG-Umlage – 2015 erstmalig leicht auf 6,17 ct/kWh gesenkt – ist dieses Jahr auf ein Rekordhoch von 6,35 ct/kWh gestiegen. Gleichzeitig haben sich die Kosten für Netzeingriffe erhöht. Immer häufiger müssen Kraftwerke hoch- und wieder heruntergefahren werden, um die regionale Netzstabilität zu gewährleisten. 2014 waren dafür 187 Mio. € Kosten für die vom Übertragungsnetzbetreiber veranlassten kurzfristigen Änderungen von Kraftwerkseinsätzen (Redispatch) und präventiv gegenläufige Handelsgeschäfte (Countertrading) angefallen. Diese Ausgaben stiegen im ersten Halbjahr 2015 bereits auf rund 250 Mio. €. Bis 2020 könnten allein diese beiden Kostenblöcke die Milliardengrenze überschreiten. Auch die CO2e-Emissionen verschlechtern sich: Mit zuletzt 925 Mt ist der CO2e-Ausstoß von seiner 2020-Zielmarke (750 Mt) weit entfernt. Gleichzeitig stieg der Stromverbrauch, so dass die Zielerreichung von „realistisch“ auf „unrealistisch“ sank.


Umwelt- und Klimaschutz

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CO2-Ausstoß

Offshore-Wind-Ausbau

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Versorgungssicherheit

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Ausfall Stromversorgung

Kosten Netzeingriffe

Gesicherte Reservemarge

Ausbau Transportnetze

Verzögerte Anbindung Offshore-Windparks


Wirtschaftlichkeit

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Haushaltsstrompreise

Industriestrompreise

EEG-Umlage

Arbeitsplätze in erneuerbaren Energien

Arbeitsplätze in stromintensiven Industrien