Der Energiewende-Index von McKinsey bietet alle sechs Monate einen Überblick über den Status der Energiewende in Deutschland. Feedback und Rückmeldung dazu sind ausdrücklich erwünscht und werden bei der Aktualisierung des Index berücksichtigt, sofern es um öffentlich zugängliche Fakten geht. Auf der Website von McKinsey besteht die Möglichkeit, den Autoren zum Thema Energiewende Feedback zu geben.

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Aktuelle Pressemitteilung

Der Energiewende-Index betrachtet seit 2012 alle sechs Monate (bis Ende 2013 alle drei Monate) den Status der Energiewende in Deutschland entlang der drei Dimensionen des energiewirtschaftlichen Dreiecks: Klima- und Umweltschutz, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit. Innerhalb dieser Dimensionen werden jeweils fünf relevante Indikatoren analysiert und aktuell daraufhin bewertet, inwieweit sie ihre für 2020 geplanten Zielwerte im geplanten Zeitverlauf der Energiewende erreicht haben.

Die aktuelle Entwicklung des Energiewende-Index zeigt: Von den 15 Kennzahlen haben sich zehn seit der vorherigen Erhebung im Herbst 2016 verschlechtert, nur eine hat sich verbessert. Für vier Kennzahlen lagen keine aktualisierten Daten vor, so dass ihr Status unverändert blieb. Als unrealistisch stuft die Analyse das Erreichen von acht Zielen ein, die sich die politischen Entscheidungsträger zu Beginn der Energiewende gesetzt hatten. Neben dem CO2e-Ausstoß betrifft dies den Primärenergie- und der Stromverbrauch, die Kosten für Netzeingriffe, den Ausbau der Transportnetze, die Haushalts- und Industriestrompreise sowie die Höhe der EEG-Umlage.

Der aktuelle EWI hat auch den Zusammenhang von Kosten und Zielerreichung näher analysiert. Das Fazit: Viele bisherige Erfolge der Energiewende sind überwiegend durch Subventionen zustande gekommen. Dies gilt insbesondere für den Ausbau der Wind- und Photovoltaikanlagen. Gleichzeitig werden Ziele, die zu ihrer Erreichung keine direkte finanzielle Förderung erfahren, immer unrealistischer – allen voran der CO2e-Ausstoß. Die Kosten für die Stromversorgung in Deutschland werden von 63 Milliarden Euro 2015 auf jährlich 77 Milliarden Euro 2025 steigen. 2010 lagen sie noch bei 55 Milliarden Euro.

Zu den zentralen Kostentreibern der Energiewende zählen vor allem der weitere Ausbau und die Förderung der erneuerbaren Energien und deren Subventionierung über die EEG-Umlage. Hinzu kommen die steigenden Kosten für Netzausbau und Systemdienstleistungen, also die Ausgaben für Übertragungs- und Verteilnetze sowie für den Erhalt der Funktionstüchtigkeit aller Systeme. Der Anstieg der jährlichen Stromversorgungskosten von derzeit rund 63 auf 77 Milliarden Euro im Jahr 2025 entspräche einer Zusatzbelastung von durchschnittlich 335 Euro je Privathaushalt, sofern diese gleichmäßig auf alle Haushalte in Deutschland verteilt würden.


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Haushaltsstrompreise

Industriestrompreise

EEG-Umlage

Arbeitsplätze in erneuerbaren Energien

Arbeitsplätze in stromintensiven Industrien


Kosten

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