Der Energiewende-Index von McKinsey bietet alle sechs Monate einen Überblick über den Status der Energiewende in Deutschland. Feedback und Rückmeldung dazu sind ausdrücklich erwünscht und werden bei der Aktualisierung des Index berücksichtigt, sofern es um öffentlich zugängliche Fakten geht. Auf der Website von McKinsey besteht die Möglichkeit, den Autoren zum Thema Energiewende Feedback zu geben.

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Aktuelle Pressemitteilung

Der Energiewende-Index betrachtet seit 2012 alle sechs Monate (bis Ende 2013 alle drei Monate) den Status der Energiewende in Deutschland entlang der drei Dimensionen des energiewirtschaftlichen Dreiecks: Klima- und Umweltschutz, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit. Innerhalb dieser Dimensionen werden jeweils fünf relevante Indikatoren analysiert und aktuell daraufhin bewertet, inwieweit sie ihre für 2020 geplanten Zielwerte im geplanten Zeitverlauf der Energiewende erreicht haben.

Die aktuelle Entwicklung der Indikatoren läutet eine neue Phase in der deutschen Energiewende ein: Die Kosten der Netzeingriffe explodieren und Engpässe bremsen den Ausbau der Erneuerbaren. Eine verstärkte Systemintegration ist jetzt erforderlich, wenn Deutschland seine Rolle als Vorreiter der Energiewende nicht an andere Weltregionen verlieren will. Denn dort boomen die Erneuerbaren mittlerweile.

Nach eher geringen Veränderungen in den letzten Erhebungen kommt Bewegung in den deutschen Energiewende-Index. Zentrale Indikatoren driften auseinander und steuern auf gegenläufige Extreme zu: Die Schere zwischen unrealistischer Zielerreichung und Übererfüllung wird größer. Während sich bspw. die Kosten für Netzeingriffe und die Strompreise immer weiter von den ursprünglich gesteckten Zielen entfernen, erreichen andere Kennzahlen Spitzenwerte weit über den geforderten Grenzmarken, allen voran der Offshore-Wind-Ausbau.

Trotz der teils deutlichen Veränderung einzelner Werte ist die Einstufung der Indikatoren gegenüber der letzten Veröffentlichung konstant geblieben: Sieben der insgesamt 15 Kennzahlen bleiben in ihrer Zielerreichung „realistisch“, die meisten mit weiter steigenden Tendenzen. Lediglich der Ausbau der Photovoltaik (PV) entwickelt sich aufgrund geringerer staatlicher Förderung auf hohem Niveau leicht rückläufig. Beim Ausbau der Transportnetze besteht weiterhin Anpassungsbedarf.

Die Zahl der Indikatoren, die als „unrealistisch“ in ihrer Zielerreichung gelten, bleibt ebenfalls unverändert bei sieben – mit Tendenz zu weiterer Verschlechterung. Allerdings liegen für vier Kenngrößen (CO2e-Ausstoß, Stromausfall, EEG-Umlage, Arbeitsplätze in erneuerbaren Energien) bislang keine neuen Daten gegenüber den im März veröffentlichten Zahlen zum Energiewende-Index vor. Signifikante Verbesserungen sind aber auch nicht zu erwarten, insbesondere nicht bei zentralen Indikatoren wie dem CO2e-Ausstoß und der EEG-Umlage, über deren Höhe jährlich jeweils zum Stichtag 15. Oktober neu entschieden wird.


Umwelt- und Klimaschutz

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CO2-Ausstoß

Offshore-Wind-Ausbau

Solar-PV-Ausbau

Primärenergieverbrauch

Stromverbrauch


Versorgungssicherheit

Übersicht

Ausfall Stromversorgung

Kosten Netzeingriffe

Gesicherte Reservemarge

Ausbau Transportnetze

Verzögerte Anbindung Offshore-Windparks


Wirtschaftlichkeit

Übersicht

Haushaltsstrompreise

Industriestrompreise

EEG-Umlage

Arbeitsplätze in erneuerbaren Energien

Arbeitsplätze in stromintensiven Industrien